Duschköpfe: So holt man sich ein bisschen Wellness ins Bad

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Vieles ist Spielerei, einige Brauseköpfe neueren Typs überzeugen aber auch, vor allem wenn sie dem sparsamen Wasserverbrauch dienen.

Einstellen lassen sich die Funktionen oft per Tastendruck anstatt durch Drehen. “Bei nassen, glitschigen Händen ist das sehr praktisch”, sagt Martin Henrich von Aqua Cultura, einer Vereinigung von Badeinrichtern in Bonn. Solche Brauseköpfe gebe es schon ab 50 bis 150 Euro. Badplanerin und Ratgeberautorin Andrea Stark aus Köln hat allerdings die Erfahrung gemacht, dass ein verstellbarer Strahl den Kunden nicht ganz so wichtig ist. Wischmann sieht das anders: Für ihn sind Duschen mit Massagefunktion das große Thema. “Die Leute waren im Hotel und überlegen danach: Was hat mir dort im Spa-Bereich gefallen, was könnte ich auch zu Hause machen?”

Lichttherapie entfaltet nur im Gesamtpaket ihre Wirkung

Fest angebrachte Seitenbrausen sind nach Einschätzung von Badplanerin Stark kein Thema mehr. “Die waren vor 20 Jahren ein Riesenhit, jetzt nicht mehr”, sagt auch Henrich. Ihr großer Nachteil sei die richtige Höhe in der Kabine – schon bei zwei unterschiedlich großen Benutzern sei das ein Pro­blem. “Wenn man sich punktuell massieren will, ist eine Handbrause viel besser geeignet.”

Relativ neu auf dem Markt sind programmierbare Lichtinstallationen und Musikszenarien in der Dusche. Es gibt auch Auslässe für Duftmischungen und Dampf sowie Liegeduschen. All das ist aber kostspielig: “Leicht kommt man auf 40.000 bis 50.000 Euro”, so Henrich. Manche Funktionen am Duschkopf seien eher nette Spielerei ohne wirklichen Nutzen: “Lichttherapie kann nur im Gesamtpaket ihre Wirkung entfalten.” Am einfachsten austauschen lässt sich die Handbrause, die nach einhelliger Expertenansicht weiter unverzichtbar ist. Daran habe auch der Trend zur Kopfbrause nichts geändert, sagt Henrich.

Bei der Auswahl der Handbrause sei den Kunden ein modernes Design deutlich wichtiger als die Funktionen, so die Erfahrung von Andrea Stark. “In den letzten Jahren sind deshalb vor allem dezente Stabhandbrausen beliebt.” Als Ergänzung zur Regendusche reichten sie oft aus, man könne sie auch als Gussschlauch für Kneipp-Wechselduschen benutzen. Vorherrschend sei bei Handbrausen weiter das klassische runde Design mit einem Durchmesser von zwölf Zentimetern, sagt Henrich. Gern aus verchromtem Kunststoff. Dieser sei leicht sowie sicher, wenn die Brause einmal herunterfällt und den Fuß oder den Duschboden trifft.

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